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Fermsehdokumentation
Die Eiderdaune – eine isländische Königin
Ein Film von Gabi Haas und Claudia Dejá

Islands Westfjorde sind ein Vogelparadies. Auf der Halbinsel am Polarkreis lassen sich im Frühjahr Hunderttausende von Eiderenten zum Brüten nieder. Die Daunen, mit denen sie ihre Nester ausstaffieren, sind ein extrem seltenes und kostbares Naturprodukt. Sie werden von den Isländern seit Jahrhunderten geerntet und verkauft. Der Film dokumentiert den Weg der Eiderdaunen vom Nest über die verschiedenen Etappen der Reinigung bis zur Fertigung der Bettdecken in einer norddeutschen Daunenfabrik. Er zeigt dabei auch die atemberaubende Landschaft der Westfjorde und das Leben der isländischen Bauern in diesem äußersten Winkel der Nordmeerinsel. Von Gabi Haas & Claudia Dejá Di, 29.11. 2011 | 18:15 – 19:00 Uhr auf ARTE
Die Eiderdaune – eine isländische Königin läuft Dienstag, 29. November 2011, 18.15 bis 19.00 Uhr auf ARTE


Stiefmütter - Menschen hautnah
Ein Film von Claudia Dejá und Petra Stahlbock

Sie wollen dem Mann eine wunderbare Partnerin sein und den Kindern eine liebevolle neue Mutter. Frauen, die sich in einen Mann mit Kindern verlieben und mit ihm leben, stellen höchste Ansprüche an sich, wie z.B. Nicole. Sie lebt in dem Haus, das ihr Mann Kai mit seiner verstorbenen ersten Frau gebaut hat. Ein Neuanfang, ganz woanders, wäre ihr zwar lieber gewesen, aber Kai und seine Tochter hängen an ihrem Zuhause. Inzwischen gibt es einen gemeinsamen Sohn, und Nicole will nun beiden Kindern gerecht werden. Aber steht der eigene Sohn ihr nicht doch näher? Ein innerer Konflikt, der sie täglich beschäftigt.
Andrea, selbst Mutter eines Sohns, mag das Wort Stiefmutter nicht. Sie will eine ganz normale Mama sein und ihren Stiefkindern Yasmin und Tim viel Geborgenheit geben, denn die Kinder haben ihre leibliche Mutter auf sehr tragische Weise verloren. Die neue Rolle als Stiefmutter hat sie ganz selbstverständlich übernommen. Andrea – da ist sie sich mit ihrem Mann einig - will alle drei Kinder gleich behandeln.
Silke ist schon seit zwölf Jahren Stiefmutter. Diese Zeit hat viel Kraft gekostet. Den beiden Jungs ihres Mannes wollte sie Geborgenheit geben, ein schönes Zuhause. Doch besonders der ältere der beiden Brüder hat ihr das Leben schwer gemacht. Von Anfang an hat er sich wenig von ihr sagen lassen, mit der Pubertät wurde er vollends unberechenbar. Erst sein Auszug hat wieder Ruhe in die Familie gebracht. Was bleibt, ist das bittere Gefühl, dass sie als Stiefmutter viel gegeben und wenig zurückbekommen hat.
Stiefmütter läuft am Donnerstag, den 20.10. 2011 um 22.30 im WDR


Ausgezeichnet
Das Feature von Martina Keller "Der Fall des Chirurgen Broelsch" wurde zum dritten Mal ausgezeichnet, mit dem Medtronic-Medienpreis 2011 (3. Platz)
In der Pressemitteilung heißt es:
"Der Beitrag über einen Arzt, der sich mit einem neuartigen Verfahren der Lebertransplantation einen Namen gemacht hat und später wegen des Vorwurfs vor Gericht stand, Patienten betrogen zu haben, überzeugte die Jury mit seiner kritischen, aber sehr differenzierten Annäherung an die Motive auf ärztlicher und Patienten-Seite."

Das Feature von Martina Keller "Der Fall des Chirurgen Broelsch" wurde  
erneut ausgezeichnet, mit dem Goethe-Medienpreis 2010 (3. Platz)

Werner D´Inka, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, übernahm die Laudatio:
"Wenn eine Sendung so gut und so dicht gewoben und dramaturgisch so überzeugend angelegt ist wie die von Martina Keller, ist keine Sekunde verschenkt. Nie verliert sie sich in Details oder Nebensächlichkeiten, 52 Minuten lang hält sie den roten Faden fest in der Hand. Das ist große journalistische Kunst und führt uns wieder einmal vor Augen, dass zu gutem Journalismus eben mehr, viel mehr gehört als bloß eine sogenannte flotte Schreibe, nämlich eine gründliche Befassung mit dem Gegenstand, Sachkunde und eine Haltung journalistischer Fairness. Das festzustellen scheint mir wichtig in einer Zeit, da forsch vorgetragene Meinungsstärke in Verbindung mit Ahnungslosigkeit in der Sache gelegentlich als eine besonders moderne und authentische Form von Journalismus ausgegeben wird."

Martina Keller ist Siegerin des renommierten featurepreis '10 der Stiftung Radio Basel.
Ausgezeichnet wurde das Feature "Der Fall des Chirurgen Broelsch. Ein Lehrstück über Medizin und Macht", eine Koproduktion des WDR mit dem Deutschlandfunk und dem NDR.
In dem Stück geht es um den Aufsehen erregenden monatelangen Prozess gegen den prominenten Mediziner Christoph Broelsch, Pionier der Lebertransplantation, Träger des Großen Verdienstkreuzes und Leibarzt des früheren Bundespräsidenten Rau.
Broelsch wurde im März 2010 in erster Instanz wegen Bestechlichkeit, Nötigung, Betrug und Steuerhinterziehung zu drei Jahren Haft verurteilt; er soll todkranken Krebspatienten Spenden für die Essener Uniklinik abgenötigt haben.
Die Jury würdigte das Feature als ein "Stück investigativen Journalismus" im Dienste der Schwächeren, der Patienten, und lobte die "adäquate und dichte Umsetzung" der umfassenden Recherche.


Nominierung

Nominiert für den Theodor-Wolff-Preis
"Ganz nah am Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis waren 16 Journalisten, die es 2010 bis in die Endauswahl geschafft haben."
http://www.bdzv.de/preistraeger_preisverleihung.html

Darunter ist Martina Keller für ihr Dossier »Der Kassierer« in 'Die Zeit' Nr. 39 vom 17. 09. 2009.
Hier ist der gesamte Text zugänglich